Die Verteilung von Studierenden im Praxissemester. Eine explorative Analyse bedeutender Schulmerkmale

Basic data for this talk

Type of talkscientific Talk
Name der VortragendenHörnemann, L., Schultes, P., Gollub, P. & Holle, J.
Date of talk29/09/2026
Talk languageGerman

Information about the event

Name of the eventArbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF) "Wissen|schaf[f]t|Ordnung?"
Event period28/09/2026 - 30/09/2026
Event locationUniversität Bielefeld
Event websitehttps://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/aepf2026/index.xml
Organised byArbeitsgruppe für Empirische Pädagogische Forschung (AEPF)

Abstract

Das Praxissemester ist seit mehr als einem Jahrzehnt fester Bestandteil der Lehrkräftebildung in NRW. Besonders seine Wirkungen sind seitdem vielfach Bestandteile empirischer Forschungsarbeiten gewesen (z. B. König & Rothland, 2018; Ulich et al., 2020). Weitgehend unerforscht sind allerdings Aspekte rund um die Verfahren der Schulwahl und -zuteilung. In einer an der Universität Duisburg-Essen durchgeführten Untersuchung wurden zumindest die Intentionen der Schulwahl in den Blick genommen. Studierende benannten den eigenen Wohnort, die Erreichbarkeit der Schule und weitere Schulmerkmale als zentrale Kriterien für die Wahl der Praxissemesterschule (Razakowski & Diehr, 2015). Dieser Beitrag will daran anknüpfend auf Grundlage von Daten zur Verteilung von Entlastungsstunden für die Betreuung von Praxissemesterstudierenden die Zuordnung der Studierenden nachzeichnen. Durch für die Schuljahre 2019/20 und 2024/25 schulscharf vorliegende Daten der staatlichen Grund-, Haupt-, Sekundar-, Real-, Gesamtschulen sowie Gymnasien in NRW wird in einem explorativen Design den Fragen nachgegangen, (1) welche Merkmale einer Schule eine Zuteilung von Praxissemesterstudierenden wahrscheinlicher machen und (2) inwiefern die Zuteilungen im Zeitverlauf stabil bleiben. Die Ergebnisse zeigen eine zeitliche Stabilität mittlerer Stärke (τ = .382), wobei die Studierenden jeweils nur an einem Drittel aller Schulen tätig sind und rund die Hälfte der Schulen zu beiden Messzeitpunkten keine Studierenden betreut. Mit zunehmendem Abstand einer Schule von der nächstgelegenen Universität sinkt die Zahl der Praxissemesterstudierenden. Dies ist unabhängig davon, ob Studierende an einer Hochschule mit eher freiem bzw. restriktivem Wahlverfahren eingeschrieben sind. Die soziale Lage einer Schule zeigt sich ebenso wie die Entfernung zur nächsten Universität als signifikanter Prädiktor für die Zahl der Praxissemesterstudierenden.
KeywordsSchulwahlpräferenz; Lehrkräftearbeitsmarkt; Lehrkräftebildung; Praxissemester; Schulen in sozial benachteiligten Lagen

Speakers from the University of Münster

Gollub, Patrick
Holle, Jörg
Schultes, Philipp