Organised by: Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie (DGSKA)
Abstract
Keywords: Als Medizinethnologin koordiniere ich die Umsetzung eines kollaborativen Präventionsprojekts im Gesundheitsbereich
in einem multikulturellen Stadtteil im Ruhrgebiet. Die Wirkungsbereiche sind relativ klar abgegrenzt in die Förderer
(Krankenkassen), Theoretiker und Ideengeber (Wissenschaftliche Beratung), Generierer und Träger von lokalem,
kontextuellem Wissen (Stadtteilforscher:innen), die Enabler (Projektkoordination) und die Praktiker (politische und
lokale Stadtteilakteur:innen). In diese Arbeitsverteilung sind aus sozio-kulturellen Wertesystemen hervorgehende
Hierarchien und Rollen eingeschrieben: die Höherbewertung von theoretischem, abstrahierbaren Wissen gegenüber
praktischen, intuitiven und verkörperten Wissensformen und die Abgrenzung wissenschaftlicher gegenüber
organisatorischer, sozio-interpretativer und emotionaler Arbeit.