Lewald-Romahn, Laura Maria
Forschungsartikel (Zeitschrift) | Peer reviewedLangzeiterkrankungen können Schüler:innen aller Schulformen und Jahrgangsstufen betreffen. Es gibt Diagnosen, die es Schüler:innen erschweren, in Präsenz am Unterricht teilzunehmen. Dies kann sowohl somatische, chronisch-rezidivierende und intermittierende Erkrankungen (z.B. Asthma, Diabetes mellitus Typ 1, Multiple Sklerose) als auch psychische/psychosomatische Krankheitsbilder (z.B. Anorexie, Depressionen) und ihre Bewältigungsstrategien/Behandlungen (z.B. Rehabilitationsmaßnahmen) umfassen. Dieser Beitrag fragt, wie ein Literaturunterricht mit Telepräsenzrobotern gestaltet werden kann, um literarische und soziale Teilhabe zur didaktischen Teilhabe zu verschränken. Denn es ist nicht ausreichend den Avatar nur passiv zu integrieren. Wie verändert dies die methodisch-didaktische Konzeption des Unterrichts? Dabei wird sich nicht an einem ‚Inklusionsideal‘ orientiert, sondern an dem Einlösen von Bildungsgerechtigkeit und der Berücksichtigung der intersektionalen Kategorie ‚Krankheit‘ in der Konzeptualisierung einer sich ausgestaltenden diversitätsorientierten Deutschdidaktik. Ein erprobter Praxiseinsatz wird vorgestellt.