Die Diplomatie der Höfe im spätmittelalterlichen Westeuropa wurde mittels symbolischer Akte vollzogen. Herrscherbegegnungen, Gesandtschaftsempfänge, Friedens- oder Vertragsverhandlungen folgten eingespielten Verfahrensformen und den Wert- und Deutungsordnungen der europäischen Hofkultur. Die inszenierten politischen Absichten ermöglichten Verständigung über die Verhandlungsinhalte durch Konsens. Das Teilprojekt erforscht Funktion und Stellenwert solcher symbolischer Inszenierungen. Nachdem wesentliche Formen diplomatischer Ritualität und ihrer visuellen Repräsentation aufgearbeitet worden sind, werden in der Abschlußphase die Voraussetzungen und Grenzen von Gebrauch, Manipulation und Wandel der diplomatischen Zeichensprache in den Blick genommen. ‚Interkulturelle‘ diplomatische Kontakte werden dabei ebenso untersucht wie gezielte Regelverstöße und satirische Persiflagen diplomatischer Rituale.
| Kintzinger, Martin |
| Kintzinger, Martin |
| Bock, Nils | |
| Hiltmann, Torsten | |
| Jostkleigrewe, Georg | |
| Walter, Bastian |
Laufzeit: 01.01.2000 - 31.12.2011 | 3. Förderperiode Gefördert durch: DFG - Sonderforschungsbereich Art des Projekts: DFG-Hauptprojekt koordiniert an der Universität Münster |