Für einen lernförderlichen Umgang mit unterschiedlichen Lernbedarfen und -potenzialen ist es wichtig, individuelle Kompetenzen an konkreten Gegenständen zu erfassen und passgenau weiter zu entwickeln. Dies trägt zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Lernenden mit Behinderung und Beeinträchtigung in inklusiven Schulen bei. Mithilfe des in InkBi 2 entwickelten FÖDIMA-Ansatzes können Lernerfolge oder Lernstände der Schülerinnen und Schüler im mathematischen Anfangsunterricht erfasst und verwendet werden. Eine Herausforderung bleibt aber nach wie vor der Transfer und die Implementation der Ergebnisse in die schulische Praxis: Können Lehrkräfte die FÖDIMA Unterrichtsmaterialen besser in ihren inklusiven Schulen implementieren a), wenn sie festgelegte Unterrichtsbeispiele erhalten oder b), wenn sie von Beginn an mit Materialien arbeiten, die Freiräume zur Anpassung geben? Die beiden Konzepte – FÖDIMA-fokussiert und FÖDIMA-offen – werden aufbereitet sowie miteinander und mit einer Wartekontrollgruppe verglichen. Der Transfer erfolgt partizipativ in einem ko-konstruktiven Prozess in einzelnen Netzwerken, bestehend aus Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und Lehrkräften aus verschiedenen Schulen. Zugleich werden Bedingungsfaktoren auf den Ebenen der individuellen Voraussetzungen der Lehrkräfte, der Schule sowie der wahrgenommenen Qualität der FÖDIMA-Konzepte erhoben. Die Erkenntnisse werden insbesondere für die Weiterbildung von Lehrkräften und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren von Nutzen sein. Sie werden regelmäßig auf Arbeitstagungen vorgestellt und verschiedenen Landesinstituten wie auch Hochschulen zur Verfügung gestellt.
| Nührenbörger, Marcus |
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