Nach mehreren Studien zu Kommunal- und Landtagswahlen, die sich im Wesentlichen auf Kandidatenumfragen stützten, analysieren wir derzeit die Rolle der Online-Medien bei der Bundestagswahl 2013. Zwei Themenaspekte stehen dabei im Vordergrund des Interesses: Die Fragmentierung von Parteikampagnen durch individualisierten Gebrauch von Social Media der Kandidaten und der Inzidentelle Kontakt mit Wahlkommunikation im Internet. Inzidenteller Kontakt mit Wahlkommunikation Die Zuwendung zu politischen Informationen setzt nicht nur während des Wahlkampfs ein Mindestmaß an politischem Interesse voraus. Politisches Interesse ist in jeder demokratischen Gesellschaft ungleich verteilt. Daraus folgt, dass in jeder Wahl ein größerer Anteil uniformierter Wähler seine Stimme abgibt. Seit langem stellt sich die Frage, wie die Wahlkommunikation auch diejenigen erreichen kann, die sich nicht (bzw. wenig) für Politik und die Wahl interessieren. Können also Online-Medien und speziell soziale Netzwerke, wie Twitter und Facebook, die soziale Reichweite von Wahlkommunikation erhöhen und kommen über Online-Medien auch solche Bürger mit der Berichterstattung über den Wahlkampf in Berührung, die für die traditionellen Medien und Kanäle der Wähleransprache nicht erreichbar sind? Methode: Bevölkerungsumfrage N = 1.100 (online)
| Marcinkowski, Frank |
| Flemming, Felix |
Marcinkowski F, Flemming F (2016) In: Tenscher Jens, Rußmann Uta (eds.), Vergleichende Wahlkampfforschung. Studien anlässlich der Bundestags- und Europawahlen 2013 und 2014, 205-231. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Research article (book contribution) | Published | |
Flemming F, Marcinkowski F (2016) In: Henn P, Frieß D (eds.), Politische Online-Kommunikation. Voraussetzungen und Folgen des strukturellen Wandels der politischen Kommunikation, 193-214. (kein Verlag angegeben). doi:10.17174/dcr.v3.9 Research article (book contribution) | Peer reviewed | Published |