Verschlossen, verwechselt, verlegt, verbrannt. Das Schicksal der Weihnachtsansprache Pius’ XII. von 1942

Wolf, Hubert

Forschungsartikel (Zeitschrift) | Peer reviewed

Zusammenfassung

An Eugenio Pacelli – seit März 1939 Papst Pius XII. – scheiden sich die Geister bis heute. Für die einen ist er ein großer Kirchenführer und der Seligsprechung wür- dig, andere wiederum halten ihn mit John Cornwell für „Hitlers Papst“, der sich durch sein Schweigen zur Ermordung der europäischen Juden der Kollaboration mit dem nationalsozialistischen Deutschland schuldig gemacht hat. Hubert Wolf bringt auf der Basis neu zugänglicher oder bislang kaum beachteter Quellen Bewegung in den Stellungskrieg der verhärteten Positionen und Polemiken. Anhand der im Rund- funk übertragenen Weihnachtsbotschaft Piusʼ XII. vom 24. Dezember 1942 arbeitet er konzise heraus, dass der Papst mitnichten zum Genozid geschwiegen hat. Seine diplomatisch verbrämten, um Überparteilichkeit und Äquidistanz bemühten Worte blieben freilich vielfach unverstanden, so dass er sie in einer zweiten Ansprache zu seinem Namenstag am 2. Juni 1943 präzisieren und interpretieren musste.

Details zur Publikation

FachzeitschriftVierteljahrshefte für Zeitgeschichte (VfzG)
Jahrgang / Bandnr. / Volume70
Ausgabe / Heftnr. / Issue4
Seitenbereich723-759
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2022 (01.10.2022)
Sprache, in der die Publikation verfasst istDeutsch
StichwörterEugenio Pacelli; Papst Pius XII.; Weihnachtsansprache; Schweigen

Autor*innen der Universität Münster

Wolf, Hubert

Projekte, aus denen die Publikation entstanden ist

Laufzeit: 01.11.2021 - 31.12.2026
Gefördert durch: Spender/Sponsoren, Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
Art des Projekts: Gefördertes Einzelprojekt