Prof. Dr. Annette Marohn
Fachbuch (Herausgegebenes Buch)Aufbauend auf politischen Leitlinien und dem Ziel, digitale Lernmedien kompetenzfördernd im Unterricht einzusetzen, untersucht diese Dissertation den Einfluss unterschiedlicher Bereitstellungsformen auf die Lernwirksamkeit im schulischen Unterricht. Im Zentrum steht der Vergleich zwischen dem Einsatz persönlicher Geräte (BYOD) und der Nutzung eines zentral bereitgestellten Gerätepools (Pool). Im Rahmen des Forschungsverbundprojekts smart for science wurden Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I in einem quasi-experimentellen Design untersucht. Drei aufeinanderfolgende Studien beleuchten unterschiedliche Aspekte: den Aufbau fachbezogenen Wissens, das nicht-lernbezogene Verhalten sowie den Zusammenhang zwischen beiden Variablen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Wissenszuwächse in beiden Bereitstellungsbedingungen. Signifikante Unterschiede sind nicht zu identifizieren. Auch Verhaltensanalysen liefern keine Hinweise auf systematische bereitstellungsbedingte Effekte. Ein Zusammenhang zwischen dem zeitlichen Anteil nicht-lernbezogener Verhaltensmerkmale und dem Wissenszuwachs ist weiterhin nur für die Distraktion mit dem Smartphone erkennbar. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Wahl der Bereitstellungsform keine zentrale didaktische Stellschraube darstellt. Entscheidungen über BYOD oder Pool sollten primär auf ökonomischen, sozialen, gesundheitlichen und organisatorischen Kriterien basieren.
| Marohn, Annette | Professur für Didaktik der Chemie (Prof. Marohn) |
Laufzeit: 01.04.2019 - 31.03.2023 Gefördert durch: Joachim Herz Stiftung, Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt Art des Projekts: Beteiligung an einem bundesgeförderten Verbund |