Diskursive Theologie. Zur gegenwärtigen Lage des Protestantismus in Deutschland.

von Scheliha, Arnulf; Klinge, Henrik; Freitag, Daniel C.; Piefkowski, Hannah

Übersichtsartikel (Zeitschrift) | Peer reviewed

Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird in zwei Thesenreihen eine Zeitdiagnose vorgelegt, die sich auf die gegenwärtige Lage der evangelischen Theologie bezieht. Die erste Thesenreihe ist genetisch-typologisch angelegt, die zweite analytisch-kritisch. Der Leitbegriff des post-aufklärerischen Protestantismus, der hier verwendet wird, bezeichnet den Kontext, in dem sich die Theologien der Gegenwart affirmativ oder kritisch bewegen. Unter »post-aufklärerischem Protestantismus« verstehen wir den Sachverhalt, dass zentrale Konzepte der Aufklärungsepoche mit ihrer Vernunftorientierung gegenwärtig als problematisch angesehen und dagegen neue, postkoloniale und identitäre Ansätze in einen ausschließenden Gegensatz gestellt werden. In beiden Thesenreihen werden Affinität und Distanz der Theologie zum postaufklärerischen Protestantismus ausgelotet, dessen innere Dialektik beschrieben und vor diesem Hintergrund die Aufgabe einer diskursiven Theologie festgestellt.

Details zur Publikation

FachzeitschriftZeitschrift für Theologie und Kirche
Jahrgang / Bandnr. / Volume123
Ausgabe / Heftnr. / Issue1
Seitenbereich140-151
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2026 (07.03.2026)
Sprache, in der die Publikation verfasst istDeutsch
DOI10.1628
StichwörterEvangelische Theologie; Evangelische Kirchen; Öffentliche Theologie; Gelebte Theologie; Akademische Theologie; Enzyklopädischer Zusammenhang der theologischen Fächer

Autor*innen der Universität Münster

Freitag, Daniel Carl
Institut für Ethik und angrenzende Sozialwissenschaften
von Scheliha, Arnulf
Professur für Theologische Ethik (Prof. von Scheliha)