Noch einmal zur Subjektiven Frequenz von Verben – diesmal aber im Polnischen!

Clasmeier, Christina

Forschungsartikel (Buchbeitrag)

Zusammenfassung

Unter subjektiver Frequenz (SF) versteht man die von „naiven“ Sprecher*innen individuell empfundene Häufigkeit eines Wortes, die mit entsprechenden Fragebögen erhoben werden kann. Für diese Untersuchung wurden die Frequenzurteile von 35 Polnischmuttersprachler*innen zu 48 polnischen Verben ausgewertet. Verglichen wurde die SF einerseits mit der Frequenz der Verben, wie sie auf der Grundlage von Korpora ermittelt werden kann (KF). Andererseits wurden auch jeweils die beiden Partner eines Aspektpaars hinsichtlich ihrer SF und KF miteinander verglichen. Getestet wurden sowohl frequenzhomogene Aspektpaare, in denen beide Partner im Korpus eine ähnliche Frequenz aufweisen als auch frequenzheterogene, in denen ein Aspektpartner im Korpus deutlich seltener ist. In der SF war der Frequenzabstand bei den heterogenen Paaren deutlich reduziert (Clustereffekt). In diesem wie auch weiteren Ergebnissen gleicht die Polnischstudie den von Anstatt & Clasmeier 2012, Clasmeier & Anstatt 2024 und Anstatt & Clasmeier i.V. gemachten Beobachtungen zur SF im Russischen.

Details zur Publikation

Herausgeber*innenClasmeier, Christina; Karl, Katrin B.
BuchtitelMehrsprachig, funktional, empirisch: Aspekte slavischer Sprachen. Festschrift für Tanja Anstatt zum 60. Geburtstag.
Seitenbereich113-144
VerlagFrank & Timme
ErscheinungsortBerlin
Titel der ReiheSlavolinguistica
Nr. in Reihe27
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2026
Sprache, in der die Publikation verfasst istDeutsch
ISBN978-3-7329-1105-9
StichwörterPolnisch; Frequenz; Verbalaspekt

Autor*innen der Universität Münster

Clasmeier, Christina
Juniorprofessur für Slavische Sprachwissenschaft mit dem Schwerpunkt Translationswissenschaft (Prof. Clasmeier)