Teilhabe- und bildungsorientierte Sprachtherapie mit Kindern? Eine ethnographische Analyse der Therapeut*innen-Kind-Interaktionen

Borel, Sylvie

Fachbuch (Monographie)

Zusammenfassung

Ausgehend von der theoretischen Grundannahme, dass Sprachtherapie als Bestandteil von Bildung anzusehen ist, werden Interaktionen zwischen Sprachtherapeut*innen und Kindern im vorschulischen Bereich über einen ethnographischen Zugang untersucht. Die zentrale Frage der Arbeit lautet, inwieweit Kindern in diesem frühkindlichen Bildungskontext Teilhabe ermöglicht wird. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass die Praktiken der Sprachtherapie von einer starken Machtasymmetrie gekennzeichnet sind, die die Sprachprofessionellen in Form von fortlaufenden Evaluationen und dem Einfordern von formal festgelegten monolingualen Kurzantworten aufrechterhalten. Dadurch kommt es zu Beschränkungen von mehrsprachig-kommunikativer Teilhabe und weiterer Beteiligungsmöglichkeiten der als ‚sprachbeeinträchtigt‘ adressierten Kinder.

Details zur Publikation

VerlagVS Verlag für Sozialwissenschaften
ErscheinungsortWiesbaden
Auflage1
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2024
Sprache, in der die Publikation verfasst istDeutsch
ISBN978-3-658-44312-2
DOI10.1007/978-3-658-44313-9
Link zum Volltexthttps://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-44313-9
StichwörterFrühkindliche Bildung; Mehrsprachigkeit; Fachkraft-Kind-Interaktion; Ethnographie; Sprachtherapie; Teilhabe

Autor*innen der Universität Münster

Borel, Sylvie
Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Grundlagen der inklusiven Bildung und Sonderpädagogik (Prof. Gasterstädt)