Lokale Zivilgesellschaft, Drogen und Öffentlicher Raum. Eine Fallstudie zu Politischer Kultur und Kommunikation am Beispiel des Diskurses der Drogenpolitik und Drogenszene in Münster

Thorsten Hallmann

Qualifikationsschrift (Dissertation, Habilitationsschrift)

Zusammenfassung

Diese Fallstudie untersucht empirisch politischeKommunikation auf der Ebene der lokalenZivilgesellschaft bzw. Öffentlichkeit (Medien,Organisationen, Parteien u.a.) am Beispiel desKonfliktes um Drogenpolitik und die Drogenszene inMünster, namentlich "harte Drogen" und die hiermitassoziierten Räume wie der Bremer Platz, derDrogenkonsumraum und Hauptbahnhof. Der lokale Diskurswird als ein Kampf um Deutungshoheit verstanden.Macht ist somit als diskursives Produkt Gegenstandder Untersuchung. Theoretisch wird dies aus derKonzeptdebatte um "Zivilgesellschaft" abgeleitet undmit methodisch mit Ansätzen derpolitikwissenschaftlichen Diskursanalyseoperationalisiert. Als dominante, die Notwendigkeiteines "starken Staates" hervorhebende Diskursmusterkönnen die Drogenszene als "Angstraum" und derverängstigte, symbolisch entmachtete Bürgerherausgearbeitet werden. Parallel findet aber aucheine langsame Umorientierung von einer striktrepressiven hin zu "schadensminimierender"Drogenpolitik statt.

Details zur Publikation

ErscheinungsortSaarbrücken
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2009
Art der QualifikationsschriftDissertationsschrift
AbschlusshochschuleWWU
Abschlussjahr2009
ISBN978-3-8381-0745-5

Autor*innen der Universität Münster

Hallmann, Thorsten