Fake News im Mittelalter? Zur kulturellen Aushandlung von ‚Falschheit‘ aus geschichts- und literaturwissenschaftlichen PerspektivenOpen Access

Bubert, Marcel; Doering, Pia Claudia

Forschungsartikel (Buchbeitrag) | Peer reviewed

Zusammenfassung

Das ‚postfaktische Zeitalter‘ sowie eine neuartige Bedrohung durch unkontrollierbare Fake News sind seit einigen Jahren zentrale Bestandteile von Gegenwartsdiagnosen. Die Frage, wie historisch neuartig die damit verbundenen Phänomene tatsächlich sind, ist jedoch umstritten. Der vorliegende Band, der Beiträge aus der Geschichts- und der Literaturwissenschaft vereint, möchte eine grundlegende Klärung im Hinblick darauf leisten, ob bzw. in welcher Hinsicht von Fake News im Mittelalter die Rede sein kann. In einer theoretischen Einführung und anhand von Fallbeispielen wird untersucht, inwieweit sich strukturelle Analogien für die Konstellation von Phänomenen, die aktuell als Fake News bezeichnet werden, im europäischen Mittelalter ausmachen lassen und wo die heuristischen Grenzen eines solchen Anachronismus liegen.

Details zur Publikation

Herausgeber*innenBubert, Marcel; Doering, Pia Claudia
BuchtitelFake News im Mittelalter? Zur kulturellen Aushandlung von Falschheit in politischen, religiöse und literarischen Diskursen
Seitenbereich1-10
VerlagHeidelberg University Publishing
ErscheinungsortHeidelberg
Titel der ReiheDas Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung, Beihefte
Nr. in Reihe22
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2026
Sprache, in der die Publikation verfasst istDeutsch
StichwörterWahrheitskonkurrenzen; Fake News; Falschheit; Fälschungen; Evidenz

Autor*innen der Universität Münster

Bubert, Marcel