Im Zeitalter der Internetökonomie ermöglichen Internettechnologien den Aufbau von webbasierten Informationssystemen, die bestehende Anwendungen jedoch nicht ablösen, sondern ergänzen. Während klassische Informationssysteme grundsätzlich strukturierte Daten beinhalten, dominieren in webbasierten Systemen semi-strukturierte Daten, sodass eine heterogene Anwendungslandschaft hybrider Systeme entsteht. Das Projekt MohIS hat sich das Ziel gesetzt, die bestehenden Defizite bei der Gestaltung von hybriden Informationssystemen zu beheben, indem eine integrierte Methode zur Analyse und Entwicklung hybrider Informationssysteme konstruiert wurde. Es wurde im Rahmen des Verbundprojektes „Internetökonomie und Hybridität" durchgeführt, das von einem interdisziplinären Forschungsverbund an der Universität Münster koordiniert bearbeitet wurde. Das Kernteam umfasste dabei die Professoren am European Research Center for Information Systems (ERCIS). Zunächst wurden bestehende Modellierungsansätze, die bei der Entwicklung webbasierter Informationssysteme eingesetzt werden, bezüglich ihrer Eignung zur Modellierung hybrider Informationssysteme analysiert. Nachfolgend wurde eine Modellierungssprache entwickelt, die es erlaubt, den inhaltsbezogenen Aufbau webbasierter Informationssysteme fachkonzeptionell zu beschreiben. Schließlich wurde ein Softwaretool spezifiziert und in Form eines webbasierten Informationssystems prototypisch implementiert. Die praktische Anwendbarkeit der entwickelten Forschungsergebnisse wurde durch Kooperationen mit den Unternehmen maxess Systemhaus GmbH, Opitz Consulting GmbH, EHI-Eurohandelsinstitut und der IDS Scheer GmbH sichergestellt.
| Becker, Jörg |
| Becker, Jörg |
Laufzeit: 01.01.2003 - 31.12.2007 Gefördert durch: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt Art des Projekts: Hauptprojekt eines bundesgeförderten Verbunds |