Das Teilprojekt A10 widmet sich der Frage, auf welche Weise der Kaiser und böhmische König Karl IV. seine neuen Norm- und Wertvorstellungen zur Geltung brachte und wie insbesondere der Adel in Böhmen auf seinen Versuch einer (partiellen) Umwidmung kollektiver Werte reagierte. Karl IV. intendierte - nicht zuletzt aufgrund persönlicher Frömmigkeit und Bildung -, die adelige Fehdepraxis zurückzudrängen und eine friedliche Beilegung von Konflikten zu erreichen. Untersucht werden die zeremoniellen und symbolisch-rituellen Formen, deren sich der Luxemburgerkaiser für die Durchsetzung seiner Herrschaftskonzeption bediente. Dabei sollen ebenso integrative Strategien wie auch die Grenzen der Integrationskraft des Hofes untersucht werden.
| Schlotheuber, Eva |
| Schlotheuber, Eva |
| Tresp, Uwe |
Laufzeit: 01.01.2000 - 31.12.2011 | 3. Förderperiode Gefördert durch: DFG - Sonderforschungsbereich Art des Projekts: DFG-Hauptprojekt koordiniert an der Universität Münster |