Das Schwerpunktprogramm "Visuelle Kommunikation. Theoretische, empirische und angewandte Perspektiven (ViCom)" untersucht die spezifischen Merkmale und die sprachliche Bedeutung der visuellen Kommunikation. Dazu gehören Gebärdensprachen als voll entwickelte natürliche Sprachen, die ausschließlich über den visuellen Kanal kommunizieren, und visuelle Mittel, die die gesprochene Sprache ergänzen, wie z.B. Gesten. Ziel ist es, die Eigenschaften der visuellen Modalität als Kommunikationskanal und ihre Interaktion mit anderen Kanälen (insbesondere dem auditiven Kanal) offenzulegen, um ein umfassendes theoretisch-linguistisches Modell der menschlichen Kommunikation und ihrer kognitiven Grundlagen zu entwickeln. Obwohl sich ViCom auf die Untersuchung von Gebärdensprachen und Gesten als Paradebeispiele visueller menschlicher Kommunikation konzentriert, umfasst die Forschungsagenda auch die Untersuchung von Gesten in didaktischen und therapeutischen Kontexten, ihre Bedeutung für den Spracherwerb, gestische Aspekte der vokalen Kommunikation und in der schriftlichen Modalität, visuelle sowie bildgestützt Erzählungen, Kommunikationsstrategien von Tieren und in multimodalen Mensch-Computer-Interaktionssystemen.
Laufzeit: 01.11.2022 - 31.12.2025 | 1. Förderperiode Gefördert durch: DFG - Schwerpunktprogramm Art des Projekts: Teilprojekt in DFG-Verbund koordiniert außerhalb der Universität Münster |