FOR 2325: Interaktionen an der Neurovaskulären Schnittstelle

Grunddaten zu diesem Projekt

Art des ProjektesDFG-Hauptprojekt koordiniert außerhalb der Universität Münster
Laufzeit an der Universität Münster01.03.2016 - 31.12.2021

Beschreibung

Das Blutgefäßsystem und das Nervensystem bilden komplexe, starkverzweigte Netzwerke, die vielfach voneinander abhängen und funktional verknüpft sind. Sprossende Blutgefäße, wandernde Neuronen und auswachsende Axone reagieren auf ähnliche Navigationswegweiser und instruktive Signale, wie z.B. Wnt, Notch, VEGF/VEGFR oder Eph/ephrin Moleküle. Bestimmte Gefäße und Nerven sind sogar parallel angeordnet und bilden sich in gegenseitiger Abhängigkeit. Dies kann sowohl neuronale Signale, die auf die Endothelzellen wirken, oder, umgekehrt, die Bildung von Nerven entlang eines existierenden Blutgefäßes involvieren. Die Blut-Hirn-Schranke, die das zentrale Nervensystem gegen potentiell schädliche Zellen und Moleküle aus der Zirkulation schützt, erfordert eng koordinierte Interaktionen zwischen Endothelzellen, Perizyten und Astrozyten in einer Struktur, die neurovaskuläre Einheit genannt wird. Während neurovaskuläre Interaktionen in Entwicklungsprozessen besonders wichtig sind, so bleiben sie auch im adulten Organismus für die normale Funktion von Organen und regenerative Vorgänge unerlässlich. Entsprechend sind Defekte der neurovaskulären Einheit oder eingeschränkte Gefäßfunktion an zerstörerischen neurodegenerativen Erkrankungen beteiligt.Trotz der offensichtlichen Bedeutung von neurovaskulären Interaktionen sind viele der beteiligten zellulären und molekularen Prozesse noch unverstanden und die Schnittstelle zwischen vaskulärer Biologie und Neurobiologie wird bislang nur unzureichend erforscht. Hier beantragen wir die Einrichtung einer neuen Forschergruppe (FOR), die sich auf neurovaskuläre Signaltransduktion, die Rolle von gemeinsamen molekularen Regulatoren sowie die Bildung und Erhaltung der neurovaskulären Einheit konzentriert. Diese FOR wird einerseits Forschungsaktivitäten aus führenden Laboratorien bündeln. Mit der Hilfe von zentralen Aktivitäten wird außerdem ein neues, leistungskräftiges Netzwerk in einem sehr vielversprechenden Themengebiet mit Bedeutung für die Grundlagenforschung und biomedizinische Wissenschaft geschaffen.

StichwörterMedizin; Biologie
Webseite des Projektshttps://www.medizin.uni-muenster.de/for2325/forschung.html
DFG-Gepris-IDhttps://gepris.dfg.de/gepris/projekt/269353708
Mittelgeber / Förderformat
  • DFG - Forschungsgruppe (FOR)

Projektbeteiligte Organisationen außerhalb der Universität Münster

  • Charité - Universitätsmedizin BerlinDeutschland
  • Goethe-Universität Frankfurt am MainDeutschland
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)Deutschland
  • Max-Planck-Institut für Molekulare BiomedizinDeutschland
  • Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergDeutschland

Koordinierende Organisationen außerhalb der Universität Münster

  • Max-Planck-Institut für Molekulare BiomedizinDeutschland

Zugehörige Teilprojekte der Universität Münster

Laufzeit: 01.03.2016 - 28.02.2019 | 1. Förderperiode
Gefördert durch: DFG - Forschungsgruppe
Art des Projekts: Teilprojekt in DFG-Verbund koordiniert außerhalb der Universität Münster
Laufzeit: 01.03.2016 - 28.02.2019 | 1. Förderperiode
Gefördert durch: DFG - Forschungsgruppe
Art des Projekts: Teilprojekt in DFG-Verbund koordiniert außerhalb der Universität Münster
Laufzeit: 01.03.2016 - 28.02.2019 | 1. Förderperiode
Gefördert durch: DFG - Forschungsgruppe
Art des Projekts: Teilprojekt in DFG-Verbund koordiniert außerhalb der Universität Münster
Laufzeit: 01.10.2019 - 31.12.2021
Gefördert durch: DFG - Forschungsgruppe
Art des Projekts: Teilprojekt in DFG-Verbund koordiniert außerhalb der Universität Münster