Forschungskolleg: Regionale Regulierung Religiöser Pluralität in Vergleich (RePliV)
Grunddaten zu diesem Projekt
Art des Projektes: Gefördertes Einzelprojekt
Laufzeit an der Universität Münster: 01.01.2021 - 30.06.2025 | 2. Förderperiode
Beschreibung
Ein friedliches Zusammenleben von Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften und nicht religiösen Menschen: Das ist eine grundlegende Herausforderung für pluralistische Gesellschaften. Aber wie gelingt es? Welche Folgen hat die zunehmende religiöse Vielfalt tatsächlich? Welchen Einfluss nehmen Politik, Wirtschaft, Medien und die Zivilgesellschaft? Und wie regulieren Religionen sich selbst? Diesen Fragen widmet sich das Forschungskolleg „Regionale Regulierung religiöser Pluralität im Vergleich“ (RePliV). Migration und Flucht, Individualisierung, Entkirchlichung und Globalisierung: Durch solche Entwicklungen sind moderne Gesellschaften seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zunehmend mit religiöser Pluralität konfrontiert. Das ruft politischen und sozialen Regulierungsbedarf in mindestens drei Dimensionen hervor: Religiöse Vielfalt erfordert erhebliche Reformen des Ordnungsrahmens im Sinne einer politisch-rechtlichen Regulierung. Notwendig sind außerdem Prozesse der Selbstregierung: Religiöse Traditionen müssen sich auf religiöse Vielfalt einstellen, etwa indem sie eigene Wahrheitsansprüche reflektieren und eigene Institutionen und Praktiken (re-)organisieren. Gefordert sind schließlich auch gesellschaftliche Handlungssphären jenseits von Politik und Religion, etwa in der Wirtschaft, in der Kultur und im Sport. Hier sind beispielsweise Wege zu finden, mit Unsicherheiten oder mit der Ablehnung religiöser Pluralität in Teilen der Bevölkerung umzugehen. Dementsprechend besteht in vielen gesellschaftlichen Bereichen ein erheblicher Bedarf an Wissen: Wie verlaufen die religiöse Pluralisierung und die Versuche ihrer Regulierung, welche Herausforderungen bringen sie mit sich, welche Konsequenzen haben sie? Das Forschungskolleg will interdisziplinär verschiedene wissenschaftliche Fächer zusammenbringen, aber auch transdisziplinär wirken, also über den Bereich der Wissenschaft hinaus. Es geht daher nicht nur darum, analytisches und theoretisches Wissen zu erzeugen. Gemeinsam mit Praxispartner*innen sollen die Forschenden außerdem Fragestellungen entwickeln, Handlungsbedarf ausmachen und an Lösungen zur Lösung von praktischen Problemen im Zusammenhang mit der Regulierung von religiöser Vielfalt mitwirken.
Stichwörter: Pluralität; Religionswissenschaften; Regulierung
Förderkennzeichen: 321-8.03.07-127601
Mittelgeber / Förderformat: Projektleitung der Universität Münster
Antragsteller*innen der Universität Münster
Geschäftsführung / Projektkoordination der Universität Münster
Wissenschaftliche Projektmitarbeiter*innen der Universität Münster
Projektbeteiligte Organisationen außerhalb der Universität Münster
- Ruhr-Universität Bochum (RUB)Deutschland
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Laufzeit: 01.07.2016 - 31.12.2020 | 1. Förderperiode Gefördert durch: MKW - Forschungskolleg Art des Projekts: Gefördertes Einzelprojekt |