Über die transkulturellen Wurzeln der Menschenrechte. Paulin Hountondjis Werk im Kontext der Afrikanischen Philosophie

Dübgen, Franziska

Research article (journal) | Peer reviewed

Abstract

Die Menschenrechte sind nicht einfach „vom Himmel gefallen“. Sie mussten – und müssen stets aufs Neue – gegen politische Widerstände erkämpft, verteidigt oder auch zurückerobert werden. Wer sind die politischen Akteur:innen dieses politischen Kampfes, in dem immer auch sehr spezifische historische Erfahrungen von Ungerechtigkeit, Entrechtung und Entwürdigung zum Ausdruck kommen? Inwieweit kann die Geschichte der Menschenrechte als ein „Lernprozess“ verstanden werden? Welche historischen Erfahrungen flossen und fließen in diesen Lernprozess ein und welche bislang nicht? Inwieweit ist der Vorwurf berechtigt, die Menschenrechte seien vor dem Hintergrund spezifisch „abendländischer“ Erfahrungen im Wesentlichen eine westliche Erfindung und damit immer auch ein (Zerr-)Spiegel sogenannter westlicher Werte? Welche Bedeutung haben heute all jene „Gegenerzählungen“, die aus der Perspektive interkultureller, postkolonialer, antikapitalistischer, feministischer oder auch queerer Überzeugungen auf historische und konzeptionelle Auslassungen in gängigen Standardnarrativen der Menschenrechte aufmerksam machen

Details about the publication

JournalZeitschrift für Menschenrechte
Volume19
Issue2
Page range25-40
StatusPublished
Release year2025
KeywordsMenschenrecht; Paulin Hountondji; Afrikanische Philosophie

Authors from the University of Münster

Dübgen, Franziska
Professorship for philosophy with the focus on political philosophy and philosophy of law