Im Rahmen der Mitarbeit am Zweiten Deutschen Kinder- und Jugendsportbericht erstellt der Arbeitsbereich Sportdidaktik in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg einen Bericht zum Thema 'Mädchen und Jungen im Sport'. Der Schwerpunkt der münsterschen Arbeitsgruppe liegt auf den Jungen. Jungen sind die neuen Problemkinder der Nation. Sie schreiben im Durchschnitt schlechtere Noten, bleiben häufiger sitzen, besuchen eher Haupt- und Sonderschulen, beenden ihre Schullaufbahn häufiger ohne Schulabschluss als Mädchen. Auch in ihrem Verhalten sind Jungen in vielen Bereichen auffälliger: Sie sind lauter und raumgreifender, stören häufiger, fordern mehr Aufmerksamkeit von Lehrkräften, sind aggressiver und gewalttätiger. Sporttreiben gehört zu den häufigsten und beliebtesten Freizeitbeschäftigungen von Jungen. Er verspricht somit ein viel versprechender Ansatzpunkt für Jungenarbeit zu sein. Eine Haltestelle, an der man sie tatsächlich da abholen kann, wo sie stehen. Zum Abholen gehört aber auch das Weiterbringen. Hier zeigen sich im Sport vielfältige Themen, die zu einer gelungen Identitätsentwicklung beitragen können. Der Umgang mit dem eigenen Körper einschließlich der eigenen Kraft, das Reflektieren von Geschlechterrollen und das Lernen von Umgangsweisen zur Verarbeitung von Niederlagen sind nur einige Beispielthemen die Sport den Jungen bieten kann. Inwiefern Bewegung, Spiel und Sport bereits in der praktischen Jungenarbeit aufgegriffen werden und wo und in welchem Umfang bereits wissenschaftliche Befunde vorliegen, wird im Rahmen des Projektes in einer Expertise recherchiert und dargestellt werden.
Neuber, Nils | Professorship for Physical Education and Teaching Research (Prof. Neuber) |
Neuber, Nils | Professorship for Physical Education and Teaching Research (Prof. Neuber) |
Kaufmann, Nils | Professorship for Physical Education and Teaching Research (Prof. Neuber) |
Salomon, Sebastian | Professorship for Physical Education and Teaching Research (Prof. Neuber) |