Speech variation in German and Dutch and its consequences for underspecified representation
Basic data of the doctoral examination procedure
Doctoral examination procedure finished at: Doctoral examination procedure at University of Münster
Period of time: 01/01/2004 - 29/11/2007
Status: completed
Candidate: Jorschick, Annett, B.
Doctoral subject: Psychologie
Doctoral degree: Dr. phil.
Awarded by: Department 07 - Psychology and Sport Studies
Supervisors: Zwitserlood, Pienie; Bölte, Jens
Description
Die Realisierung schnell gesprochener Sprache kann bedeutend von der kanonischen Form einer Äußerung abweichen. Beispielsweise kann „Haben wir heute Mittwoch?" als /hammaheub'mibwoch/ realisiert werden. Ein Modell, das die Regelhaftigkeit der beteiligten Prozesse zu erfassen versucht, ist die Theorie der Radikalen Unterspezifikation (Kiparsky, 1982). Eine für die Sprachverstehensforschung adaptierte Version des Modells versucht zu erklären, wie Hörer mit Abweichungen umgehen (FUL, Lahiri & Reetz, 2002). Diese Dissertation untersucht die Annahmen des Modells in Sprachproduktions- und Sprachwahrnehmungsexperimenten anhand von Assimilation des Artikulationsortes und der Stimmhaftigkeit. Die Ergebnisse beider Experimentreihen werden durch Unterspezifikation nicht ausreichend erklärt. Die Sprachproduktionsexperimente zeigen zudem, dass die bisherige phonologische Beschreibung der Phänomene nicht hinreichend ist, um die tatsächliche Variation im Deutschen und Niederländischen abzubilden.