Weltgeschichtsschreibung zwischen Schia und Sunna. Ḫvāndamīrs Ḥabīb as-siyar im Handschriftenzeitalter

Bockholt, Philip

Fachbuch (Monographie)

Zusammenfassung

In Weltgeschichtsschreibung zwischen Schia und Sunna untersucht Philip Bockholt am Beispiel von Ḫvāndamīrs Weltgeschichtschronik Ḥabīb as-siyar, wie Geschichte in der islamischen Vormoderne geschrieben wurde. Vor dem Hintergrund der politischen Umbrüche in Iran und Indien um 1500 analysiert er die intentionale Ebene von Historiografie und zeigt auf, wie ein Historiker sein Werk in verschiedenen Fassungen sowohl für die Safaviden als auch die Moguln an schiitische und sunnitische Kontexte anpasste. Mit der Erforschung der Handschriftentradition eines der am häufigsten kopierten Geschichtswerke der islamischen Welt legt Philip Bockholt die Techniken des Autors offen, die Darstellung von Ereignissen im Sinne des jeweiligen Patrons zu verändern, wodurch Einblicke in den Prozess von Geschichtsschreibung sowie zu Textüberlieferung und Leserschaft im Handschriftenzeitalter möglich werden.

Details zur Publikation

VerlagBrill
ErscheinungsortLeiden/Boston
Titel der ReiheIran Studies
Nr. in Reihe20
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2021
Sprache, in der die Publikation verfasst istDeutsch
ISBN978-90-04-44222-1
StichwörterIslamische Weltgeschichtsschreibung; Persisch; Timuriden; Safaviden; Moguln; Iran; Indien; 1500

Autor*innen der Universität Münster

Bockholt, Philip

Preisverleihungen erhalten für die Publikation

Classical Islamic World Book Prize 2019 in der Kategorie: Islamwissenschaft (1. Preis)
Verliehen von: Gorgias Press
Verliehen an: Bockholt, Philip
Bekannt gegeben am: 01.06.2020 | Verleihung erfolgte am: 01.07.2020
Art der Preisverleihung: Preis für beste Veröffentlichung