Tetraploide {Komplementierung} von {iPS}-{Zellen}: {Implikationen} für das {Potenzialitätsargument}

Stier M

Forschungsartikel (Zeitschrift) | Peer reviewed

Zusammenfassung

Das Potenzialitätsargument (PA) ist das wohl wichtigste Argument der Gegner der verbrauchenden Embryonenforschung und des Schwangerschaftsabbruchs. Weil schon der frühe Embryo eine potenzielle Person sei, so das Argument, besitze er bereits den moralischen Status einer Person. Mit der Möglichkeit, aus differenzierten somatischen Zellen „ethisch unproblematische“ induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) zu gewinnen, schien diese PA-Problematik zumindest für die Forschung umgangen. Indessen zeigen neuere wissenschaftliche Erkenntnisse, dass auch aus pluripotenten Zellen neue Organismen erwachsen können. Der Beitrag argumentiert dafür, dass nach der Logik von PA nicht nur iPS-Zellen, sondern auch die somatischen Zellen, aus denen diese entstehen, als potenzielle Personen mit Würde und Lebensrecht anzusehen wären. Aufgrund dieser Implikationen ist PA auch nicht als Argument für ein Lebensrecht von Embryonen geeignet.

Details zur Publikation

FachzeitschriftEthik in der Medizin
Jahrgang / Bandnr. / Volume26
Ausgabe / Heftnr. / Issue3
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2013
Sprache, in der die Publikation verfasst istDeutsch
DOI10.1007/s00481-013-0254-8
Link zum Volltexthttp://link.springer.com/article/10.1007/s00481-013-0254-8
StichwörterArgument from potentiality; Gynecology; Identität; Identity; (Induced) pluripotent stem cells; (Induzierte) pluripotente Stammzellen; Intensive; Critical Care Medicine; Lebensrecht; Medicine/Public Health; general; Potenzialitätsargument; PSYCHOTHERAPY; Reproductive Medicine; Right to life; Tetraploid complementation; Tetraploide Komplementierung

Autor*innen der Universität Münster

Stier, Marco
Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin