Literaturanthropologie(n) der Angst: Wissensmuster und -wandel in Erzähltexten um 1800 (Schiller, Hoffmann, Zschokke)

Brössel, Stephan

Forschungsartikel (Buchbeitrag)

Zusammenfassung

Die Literarisierung der Angst begann um 1800, als kulturelle Ordnungsvorstellungen erodierten und die aufgeklärte Vernunft sich zunehmend ihren verunsichernden Schattenseiten und irritierenden Doppelgängern gegenübersah. Die Beiträger*innen gehen in exemplarischen Lektüren literarischen Inszenierungen von Furcht und Schrecken für diesen Zeitraum bis zur Gegenwart nach – mit besonderem Fokus auf den deutschen Schauerroman und die anglo-schottische Gothic Novel. Dabei analysieren sie Motivtraditionen, Erzählverfahren und emotionale Semantiken literarischer Angst(-Lust), die sie als Effekt und Resonanzraum moderner Verunsicherungserfahrungen rekonstruieren.

Details zur Publikation

Herausgeber*innenBaur, Jakob; Koch, Lars; Schaff, Barbara
BuchtitelWriting Angst. The Gothic/Schauerliteratur in Scotland and Germany from 1800 until Today
Seitenbereich25-47
VerlagTranscript Verlag
ErscheinungsortBielefeld
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2026
StichwörterLiterarische Anthropologie; Literaturanthropologie; Angst; Schiller; Hoffmann; Zschokke

Autor*innen der Universität Münster

Brössel, Stephan
Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt in Literatur und Medien (Prof. Blödorn)