Im Glauben vereint. Männer und Frauen im protestantischen Milieu Ostwestfalens 1845-1918

Jüttemann Veronika

Qualifikationsschrift (Dissertation, Habilitationsschrift) | Peer reviewed

Zusammenfassung

Im 19. Jahrhundert wurde Ostwestfalen von einer tief greifenden Erweckungsbewegung erfasst. Der Glaube formte nicht nur die Gottesbilder der Menschen und brachte das kirchliche Leben zu neuer Blüte. Inmitten des rasanten Wandels dieser Jahrzehnte bestimmte er auch ihre Einstellungen zu Beruf, Ehe und Familie und prägte ihre Vorstellungen davon, was es heißt, ein Mann oder eine Frau zu sein. Das Buch rekonstruiert eine Lebenswelt, die der gängigen These der Feminisierung der Religion widerspricht: Männer und Frauen waren im Glauben vereint, entwickelten hieraus jedoch ganz unterschiedliche Lebensentwürfe. Mit langfristigen Folgen für die moderne Gesellschaft entstand so ein protestantsiches Milieu, das zwar stark gesschlechtlich differenziert, aber keineswegs von einem Geschlecht dominiert war.

Details zur Publikation

VerlagBöhlau
ErscheinungsortKöln, Weimar, Wien
Titel der ReiheL'Homme Schriften. Reihe zur Feministischen Geschichtswissenschaft
Nr. in Reihe16
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2008
Sprache, in der die Publikation verfasst istDeutsch
Art der QualifikationsschriftDissertationsschrift
AbschlusshochschuleUniversität Bielefeld
Abschlussjahr2006
StichwörterGeschlecht; Religion; Geschichte; Protestantismus; Milieu; Ostwestfalen

Autor*innen der Universität Münster

Jüttemann, Veronika
Dez. 1 Abt. 1.71 Kontaktstelle Studium im Alter