Ein persistentes phosphanyl‐substituiertes ThioketylradikalanionOpen Access

Szych Lilian Sophie, Pilopp Yannic, Bresien Jonas, Villinger Alexander, Rabeah Jabor, Schulz Axel

Forschungsartikel (Zeitschrift) | Peer reviewed

Zusammenfassung

Alkalimetallsalze des Typs M+[Ter(iPr)P−C(=S)−P(iPr)2S].− (M=Na, K; 2_M; Ter=2,6-bis-(2,4,6-trimethylphenyl)phenyl) mit einem raumtemperaturstabilen Thioketylradikalanion wurden durch die Reduktion des Thioketons Ter(iPr)P−C(=S)−P(iPr)2S (1) mit Alkalimetallen (Na, K) erhalten. Einkristall-Röntgenstrukturanalyse sowie ESR-Spektroskopie konnten das Vorliegen des Thioketylradikalanions sowohl im Festkörper als auch in Lösung eindeutig zeigen. Die berechnete Mulliken-Spindichte in 2_M ist hauptsächlich am Schwefel (49 %) sowie am Carbonyl-Kohlenstoffatom (33 %) lokalisiert. Nach Zugabe von [2.2.2]Kryptand zur Radikalverbindung 2_K, um die interionische Wechselwirkung abzuschwächen, wurde eine Aktivierungsreaktion beobachtet, die durch intermolekulare Umlagerung einer iPr-Gruppe von einem zweiten Anion zu einem Kaliumsalz eines Phosphanylthioether-basierten Anions, [K(crypt)]+[Ter(iPr)P−C(−S-iPr)−P(iPr)2S]− (3), führte. Die Produkte wurden vollständig charakterisiert und die Nutzung des Radikalanions als Reduktionsmittel wurde demonstriert.

Details zur Publikation

FachzeitschriftAngewandte Chemie (Angew. Chemie)
Jahrgang / Bandnr. / Volume134
Ausgabe / Heftnr. / Issue9
Artikelnummere202114792
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2022 (29.11.2021)
DOI10.1002/ange.202114792
StichwörterKetyl; Phosphor; Radikale; Schwefel; Synthese

Autor*innen der Universität Münster

Szych, Lilian Sophie
Juniorprofessur für Anorganische Molekülchemie (Prof. Szych)