„Beeth[oven] kenne ich [...] inwendig und auswendig [...]“. Kompositorische Bezüge in Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll op. 26.

Wladika, Bernd

Forschungsartikel (Zeitschrift) | Peer reviewed

Zusammenfassung

Obwohl Max Bruch (1838–1920) mit einer instrumentalen Schöpfung, seinem 1868 uraufgeführten Violinkonzert Nr. 1 op. 26, in die Musikgeschichte eingegangen ist, war er nach eigener Aussage mehr der Vokalmusik zugeneigt. Dieser Umstand ist auch Zeitgenossen aufgefallen, darunter dem Dirigenten Hermann Levi, der darin allerdings nachteilige Auswirkungen auf Bruchs Instrumentalmusik sah. Aus Levis Empfehlung bei instrumentalen Kompositionen u. a. an Beethoven anzuknüpfen, resultierte ein Disput mit einer interessanten Aussage Bruchs. Dieser führt zu seiner Verteidigung an, dass in seinem Violinkonzert Nr. 1 Spuren Beethovens erkennbar seien, ohne aber konkret zu werden. Diesem Hinweis geht der vorliegende Aufsatz nach. Die musikanalytische Betrachtung fördert dabei kompositorische Bezüge zu Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 zutage. Diese betreffen vor allem die Werkeröffnung als formerweiterndes Element, aber auch Aspekte der motivisch-thematischen Arbeit. Zugleich widerlegen die Untersuchungen die Schlussfolgerungen einer älteren Studie, wonach sich Bruch erst kurz vor seinem Tod für Beethovens Kompositionstechniken geöffnet habe.

Details zur Publikation

FachzeitschriftDie Tonkunst
Jahrgang / Bandnr. / Volume20
Ausgabe / Heftnr. / Issue1
Seitenbereich69-81
StatusVeröffentlicht
Veröffentlichungsjahr2026
StichwörterMax Bruch; Beethoven; Violinkonzert Nr. 1; Klavierkonzert Nr. 5

Autor*innen der Universität Münster

Wladika, Bernd
Institut für Musikwissenschaft

Preisverleihungen erhalten für die Publikation

Internationaler Tonkunst-Preis für Musikwissenschaft 2025 in der Kategorie: Doktorand*innen
Verliehen von: DIE TONKUNST e.V.
Verliehen an: Wladika, Bernd
Bekannt gegeben am: 16.09.2025 | Verleihung erfolgte am: 15.09.2025
Art der Preisverleihung: Forschungspreis oder andere Auszeichnung