KFO 219: Basalganglien-Kortex-Schleifen: Mechanismen pathologischer Interaktionen und ihrer therapeutischen Modulation

Grunddaten zu diesem Projekt

Art des ProjektesDFG-Hauptprojekt koordiniert außerhalb der Universität Münster
Laufzeit an der Universität Münster01.04.2011 - 31.12.2016 (Initiales Startdatum: 01.01.2010)

Beschreibung

Die engen Verbindungen zwischen Basalganglien, Thalamus und Kortex werden als Basalganglien-Kortex-Schleifen bezeichnet und sind Schlüsselstrukturen für Kommunikation im menschlichen Gehirn. Diese Basalganglien-Kortex-Schleifen sind neben ihrer Bedeutung für die Ausführung und Kontrolle von Bewegungen in kognitive Fragen, okulomotorische Aufgaben, aber auch emotionale Verarbeitungsprozesse involviert. Diese unterschiedlichen Funktionen werden in den Basalganglien-Kortex-Schleifen durch teilweise segregierte Strukturen realisiert; eine enge Interaktion ist jedoch für die meisten täglichen Aufgaben zu postulieren. Für unser Verständnis von Basalganglien-Erkrankungen wie Bewegungsstörungen oder Zwangserkrankungen spielen die motorischen Basalganglien-Kortex-Schleifen eine entscheidende Rolle. So scheint ein relevanter pathophysiologischer Mechanismus bei M. Parkinson in einer pathologischen oszillatorischen Kopplung zwischen unterschiedlichen Hirnarealen zu liegen. Aus einer pathologischen oszillatorischen Aktivität in unterschiedlichen Frequenzbändern scheinen sowohl motorische Symptome (wie der Tremor oder die Bradykinese) zu erwachsen, aber auch höhere kognitive Funktionen und emotional-affektive Prozesse werden in den Basalganglien gesteuert und sind pathologisch verändert bei Patientinnen und Patienten mit M. Parkinson. Aufgrund der pathologischen oszillatorischen Aktivität in den Basalganglien ist die therapeutische Option der Modulation pathologischer oszillatorischer Aktivität durch die Tiefe Hirnstimulation entstanden. Diese Methode erlaubt eine gezielte Modulation pathologischer oszillatorischer Aktivität bei Patientinnen und Patienten mit M. Parkinson, Tremor, Dystonie und damit eine gezielte Intervention in die Basalganglien-Kortex-Schleifen. Ziel der Klinischen Forschergruppe ist die Charakterisierung pathologischer Basalganglien-Kortex-Schleifen bei unterschiedlichen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen und die Modulation pathologischer Interaktionen in diesen Schleifen durch die Tiefe Hirnstimulation oder medikamentöse Intervention.

StichwörterMedizin
Webseite des Projektshttps://gepris.dfg.de/gepris/projekt/101434521
DFG-Gepris-IDhttps://gepris.dfg.de/gepris/projekt/101434521
FörderkennzeichenKFO 219/1 ; KFO 219/2 | DFG-Projektnummer: 101434521
Mittelgeber / Förderformat
  • DFG - Klinische Forschungsgruppe (KFO)

Projektbeteiligte Organisationen außerhalb der Universität Münster

  • Universitätsklinikum KölnDeutschland
  • Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU)Deutschland
  • Forschungszentrum Jülich (FZJ)Deutschland
  • Goethe-Universität Frankfurt am MainDeutschland
  • Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM)Deutschland
  • Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung (SF.MPG)Deutschland

Koordinierende Organisationen außerhalb der Universität Münster

  • Universitätsklinikum KölnDeutschland
  • Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM)Deutschland

Organisationen außerhalb der Universität Münster, an denen das Projekt vormals durchgeführt wurde

  • Universitätsklinikum KölnDeutschland

Zugehörige Teilprojekte der Universität Münster

Laufzeit: 01.04.2011 - 31.12.2013 | 1. Förderperiode
Gefördert durch: DFG - Klinische Forschungsgruppe
Art des Projekts: Teilprojekt in DFG-Verbund koordiniert außerhalb der Universität Münster
Laufzeit: 01.01.2014 - 31.12.2016 | 2. Förderperiode
Gefördert durch: DFG - Klinische Forschungsgruppe
Art des Projekts: Teilprojekt in DFG-Verbund koordiniert außerhalb der Universität Münster