SFB 496 C8 - Die Normierung gerichtlicher Förmlichkeiten und zeremonieller Umgangsformen durch Gemeine Bescheide

Grunddaten zu diesem Projekt

Art des ProjektesTeilprojekt in DFG-Verbund koordiniert an der Universität Münster
Laufzeit an der Universität Münster01.01.2009 - 31.12.2011 | 1. Förderperiode

Beschreibung

Das Projekt stellt die Frage, in welcher Weise gerichtliche Förmlichkeiten und zeremonielle Umgangsformen im frühneuzeitlichen Zivilprozess und im frühen 19. Jahrhundert normativ geregelt waren. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen von den Gerichten selbst erlassene Normen, sogenannte Gemeine Bescheide. Diese ergänzten zum einen die Prozessordnungen, schufen gleichzeitig aber auch ein den Policeyordnungen vergleichbares Sonderrecht, um Rangordnung und Verhalten der verschiedenen Verfahrensbeteiligten inner- und außerhalb des Gerichts umfassend zu regulieren. Erforscht werden die normativ vorgeschriebenen Förmlichkeiten und zeremoniellen Umgangsformen vor den obersten Gerichten des Alten Reiches und den hannoverschen Territorialgerichten. Dies wird Aussagen darüber ermöglichen, wo Gemeinsamkeiten, aber auch spezifische Unterschiede zeremonieller Umgangsformen vor Gerichten verschiedener Instanzen lagen. Vor allem werden sich Grenzen der symbolischen Kommunikation vor Gericht zeigen, denn aufgrund der unterschiedlichen Prozessmaximen wird gezielt danach gefragt, inwieweit das Ausmaß von Zeremoniell und Repräsentation vom Umfang verbaler oder schriftlicher Kommunikation zwischen den Verfahrensbeteiligten abhing.

Stichwörtergerichtliche Förmlichkeiten; frühneuzeitlicher Zivilprozess; Zeremomie; Normierung; Umgangsformen
Webseite des Projektshttp://www.uni-muenster.de/SFB496/projekte/c8.html
Mittelgeber / Förderformat
  • DFG - Sonderforschungsbereich (SFB)

Projektleitung der Universität Münster

Oestmann, Peter

Antragsteller*innen der Universität Münster

Oestmann, Peter

Wissenschaftliche Projektmitarbeiter*innen der Universität Münster

Brüggemann, Tanja

Zugehöriges Hauptprojekt

Laufzeit: 01.01.2000 - 31.12.2011 | 3. Förderperiode
Gefördert durch: DFG - Sonderforschungsbereich
Art des Projekts: DFG-Hauptprojekt koordiniert an der Universität Münster