In der „Zauberwerkstatt" werden Grundschulkinder mit Sprachförderbedarf am Gegenstand der Zauberei exemplarisch in bildungssprachlichen Kompetenzen, die für eine erfolgreiche Teilnahme an allen schulischen Lehr- und Lernprozessen konstitutiv sind, gefördert. Im Förderfokus stehen die Lese- sowie die mündliche und schriftliche Erklärkompetenz. Entsprechend lesen die Kinder ausgewählte Zauberliteratur (fiktionale und Sachtexte) mittels verschiedener Leseverfahren und lernen, Zauberanleitungen zu verfassen. Dabei werden sprachliche Strukturen (z.B. Kohäsionsmittel, Determination, pronominale Referenz, unpersönliche und Passivkonstruktionen etc.), die für Sachtexte aller Fächer typisch sind, systematisch erarbeitet. Die „Zauberwerkstatt" zeichnet sich durch ihr integratives Konzept aus, da sie 1. im Sinne der Mehrsprachigkeitsdidaktik ein Lernangebot für GrundschülerInnen sowohl mit deutscher (DaM) als auch nichtdeutscher Muttersprache (DaZ) offeriert, 2. Unterrichtsgegenstände vorsieht, anhand derer fächerübergreifend für schulischen Erfolg notwendige Sprach- und Handlungskompetenzen gefördert werden, 3. über Unterrichtsgegenstände des Deutschunterrichts hinaus auch inhaltliche Anknüpfungspunkte für weitere Fächer (vornehmlich der MINT-Fächer, aber auch von musischen Fächern) eröffnet.
| Binanzer, Anja | |
| Jürgens, Hans-Joachim |
| Binanzer, Anja | |
| Jürgens, Hans-Joachim |
| Binanzer, Simone |
Binanzer, Anja (2016) In: Behrens, Ulrike & Gätje, Olaf (Hrsg.), Mündliches und schriftliches Handeln im Deutschunterricht. Wie Themen entfaltet werden. , 67-94. Frankfurt am Main: Peter Lang. Forschungsartikel (Buchbeitrag) | Veröffentlicht |