Die Erforschung zellulärer Pluripotenz ist eines der anspruchsvollsten und zugleich vielversprechendsten Forschungsgebiete in der Biomedizin. Die Möglichkeit, adulte Zellen zu pluripotenten Zellen zu reprogrammieren, verspricht enorme therapeutische Anwendungen und vermag die ethisch umstrittene Gewinnung von humanen embryonalen Stammzellen für die Forschung und klinische Anwendung zu umgehen. Das Verständnis der molekularen Regulatoren von Pluripotenz und der Reprogrammierung steht allerdings erst am Anfang. Ein grundlegendes Verständnis dieser Regulatoren ist jedoch essenziell für die Entwicklung effektiver Ansätze zur Induktion von Pluripotenz und gezielter Differenzierung. Daher werden sich die Mitglieder des Schwerpunktprogramms auf Schlüsselbereiche konzentrieren, die entscheidend sind für das Verständnis von Pluripotenz und Reprogrammierung. Übergeordnete Ziele sind (1) die Identifikation und Charakterisierung von genetischen und epigenetischen Netzwerken, die Pluripotenz kontrollieren, und (2) die Analyse molekularer Mechanismen, die eine Wiederherstellung von Pluripotenz in differenzierten Zellen regulieren. Das Arbeitsprogramm des interdisziplinären Schwerpunktprogramms beinhaltet: (1) die Identifikation und Charakterisierung neuer Gene und Faktoren der Pluripotenzregulation, (2) die Analysen von Wechselwirkungen zwischen genetischen und epigenetischen Signalwegen, (3) die Aufklärung von Zusammenhängen zwischen globalen und lokalen Chromatinstrukturen und (4) die Identifikation von praktikablen und effektiven Strategien zur Induktion und Regulation von Pluripotenz durch Kern-Reprogrammierung, Zellfusion und externe Faktoren.
Laufzeit: 01.05.2011 - 30.04.2016 | 1. Förderperiode Gefördert durch: DFG - Schwerpunktprogramm Art des Projekts: Teilprojekt in DFG-Verbund koordiniert außerhalb der Universität Münster | |
Laufzeit: 01.04.2008 - 31.12.2011 | 1. Förderperiode Gefördert durch: DFG - Schwerpunktprogramm Art des Projekts: Teilprojekt in DFG-Verbund koordiniert außerhalb der Universität Münster |