Modellierungsnetz: Optimierte Strategien zur Kontrolle von Epidemien in hochgradig heterogenen Populationen - Ein entscheidungsanalytischer Ansatz zu agentenbasierter Modellierung (OptimAgent)

Grunddaten zu diesem Projekt

Art des ProjektesHauptprojekt eines bundesgeförderten Verbunds
Laufzeit an der Universität Münster01.05.2022 - 31.12.2025

Beschreibung

Die SARS-CoV-2-Pandemie stellt eine beispiellose Herausforderung für die Gesellschaft und die politische Entscheidungsfindung dar. Ziel von OptimAgent ist es, ein standardisiertes modellbasiertes Framework zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu entwickeln. Dieses Framework ermöglicht die Evaluation eines breiten Spektrums an Maßnahmen zur Infektionskontrolle. Im Zentrum steht dabei die Konzeption eines agentenbasierten Modells, welches deutlich über die bis dato vorliegenden Simulationsansätze hinausgeht. Durch eine flexible modulare Struktur und einen umfassenden Konsultationsprozess mit nationalen und internationalen Modellierungsexpert:innen wird das Modell insbesondere daraufhin optimiert, gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse während künftiger Pandemien informativ zu unterstützen. Darüber hinaus wird es für endemische Erreger adaptierbar sein und die soziodemographischen und regionalen Strukturen Deutschlands realistisch abbilden. Die dem Modell zugrundeliegenden Agenten vereinen demografische, sozioökonomische, soziologische und psychologische Charakteristika, welche das individuelle Kontaktverhalten, Infektions- und Krankheitsrisiko beeinflussen. Basierend auf den Ergebnissen von umfassenden und differenzierten Analysen zum Kontaktverhalten werden spezifische Modellmodule zu selektiven, zielgerichteten Kontaktbeschränkungen in unterschiedlichen Settings, Kontaktnachverfolgungs- und Teststrategien entwickelt. Der flexible modulare Modellaufbau bietet zudem Möglichkeiten der einfachen Integration weiterer Komponenten. Schwerpunkt des Vorhabens ist es, die Auswirkungen unterschiedlicher Aspekte der Heterogenität der Bevölkerungsstruktur sowie deren Zusammenspiel auf das Infektionsgeschehen zu analysieren. Hierdurch sollen neue Erkenntnisse zur Bedeutung der Heterogenität bei der Ausbreitung von schweren respiratorischen Infektionskrankheiten in der Bevölkerung und zur Effektivität von Pandemiekontrollmaßnahmen gewonnen werden.

StichwörterModellierung; Epidemien; Corona; SARS-CoV-2
Webseite des Projektshttps://webszh.uk-halle.de/monid/?page_id=1806
Mittelgeber / Förderformat
  • Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Projektbeteiligte Organisationen außerhalb der Universität Münster

  • Deutsches Zentrum für Infektionsforschung e.V. (DZIF)Deutschland
  • Universität TrierDeutschland
  • Universität LeipzigDeutschland
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)Deutschland
  • Freie Universität Berlin (FU Berlin)Deutschland
  • Technische Universität Kaiserslautern (TU Kaiserslautern)Deutschland
  • Universität BielefeldDeutschland
  • Universität zu Lübeck (UzL)Deutschland

Koordinierende Organisationen außerhalb der Universität Münster

  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)Deutschland

Zugehörige Teilprojekte der Universität Münster

Laufzeit: 01.05.2022 - 31.12.2025
Gefördert durch: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Art des Projekts: Beteiligung an einem bundesgeförderten Verbund
Laufzeit: 01.05.2022 - 30.04.2025
Gefördert durch: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Art des Projekts: Beteiligung an einem bundesgeförderten Verbund