Die von Gayot de Pitaval begründete Sammlung von Rechtsfällen stellt den geradezu paradigmatischen Typus belletristisch aufbereiteter Prozessliteratur dar. Er erlaubt, Tat-Erklärungsmuster auf deren Begründung in der Anthropologie hin zu untersuchen. Insbesondere wird a) der Wechselbeziehung zwischen situativen Erklärungen in der erzählenden Literatur und den rechts- und straftheoretischen Debatten analysiert; b) dem Eindringen einer eigentlichen psychologischen Semiotik in die Rechtspraxis und -theorie nachgegangen; und c) die Transformation rhetorischer Topoi der Personendarstellung in eine psychologisierende Empirie dargestellt.
| Achermann, Eric | |
| Oestmann, Peter |
| Achermann, Eric | |
| Oestmann, Peter |
| Löhr, Kathrin | |
| Speth, Sebastian |
Laufzeit: 01.07.2019 - 30.06.2024 | 1. Förderperiode Gefördert durch: DFG - Sonderforschungsbereich Art des Projekts: DFG-Hauptprojekt koordiniert an der Universität Münster |