Die Rolle der WWC Proteinfamilie bei der Kontrolle der Organgröße
Grunddaten zu diesem Projekt
Art des Projektes: Gefördertes Einzelprojekt
Laufzeit an der Universität Münster: 01.06.2017 - 30.06.2018
Beschreibung
Die Kontrolle der Zellproliferation und des Organwachstums unterliegen einem komplexen Netzwerk an Signalkaskaden. Eine besondere Rolle spielt hier der Hippo Signalweg, welcher über eine Vielzahl von Rezeptoren, Effektormolekülen und Kinasekaskaden die zelluläre Lokalisation und damit die transkriptionelle Aktivität der Zielproteine YAP und TAZ reguliert. Als Ko-Transkriptionsfaktoren im Zellkern induzieren YAP und TAZ die Expression wichtiger Aktivatoren der Zellteilung, inhibieren die Apoptose, stimulieren die Zellproliferation und regulieren so das Organwachstum in höheren Organismen. Das Kibra Protein wurde erstmals in Drosophila melanogaster als wichtige Komponente des Hippo Signalweges identifiziert. Durch eine gesteuerte Überexpression oder auch die induzierte Blockade der Kibra Expression kann in diesem Modellsystem die Anatomie und Größe bestimmter Organe, wie z. B. der Augen oder der Flügel, beeinflusst werden. Der genaue Mechanismus, über den Kibra diese Effekte in Drosophila ausübt, ist bislang jedoch noch ungeklärt. Für höhere Tiere (Mammalia), in denen neben KIBRA (auch WWC1 genannt) zusätzlich die verwandten Proteine WWC2 und WWC3 exprimiert werden, fehlen Daten zur molekularen Funktion der WWC Familie bei der Regulation der Organgröße bislang völlig. Im beantragten Projekt wollen wir daher anhand von biochemischen Analysen, in vitro Interaktionsstudien und den Einsatz von Tiermodellen (Drosophila, Maus) die Funktion der WWC Proteine bei der Kontrolle des Organwachstums über den Hippo Signalweg genauer aufklären.
Stichwörter: Epithel; Hippo-Signalweg; Zellproliferation; Organgröße; Tumorsuppressor
Förderkennzeichen: KR 3901/3-1 | DFG-Projektnummer: 274442024
Mittelgeber / Förderformat: - DFG - Sachbeihilfe/Einzelförderung
Projektleitung der Universität Münster
Antragsteller*innen der Universität Münster
Wissenschaftliche Projektmitarbeiter*innen der Universität Münster