Das Verbundprojekt IM-TRANSFER hat zum Ziel Nutzungs- und Implementationslogiken bei der Gestaltung förderorientierter Diagnostik zu untersuchen. Im Fokus stehen hemmende und förderliche Bedingungen beim Einsatz von Erhebungsverfahren, die insbesondere darauf ausgerichtet sind Lern- und Leistungspotenziale im Lernverlauf sowie lernförderliche Unterstützungsmöglichkeiten zu identifizieren. Hierbei handelt es sich um Ansätze zur Lernverlaufsdiagnostik (LVD) und des Dynamisches Testens (DT) im Kontext des inklusiven Rechnenlernens in der Grundschule. Zu diesem Zweck wird in einem ersten Schritt, aufbauend auf Konzepten deren Wirksamkeit in den Vorgängerprojekten DYNAMIK und SikLedu nachgewiesen werden konnten, ein integriertes Rahmenkonzept entwickelt. Daran schließen sich zwei Delphi-Studien unter Einbezug von Expertinnen und Experten aus Forschung und Schulpraxis an. Die Studien tragen dazu bei die Güte und praktische Anwendbarkeit der Unterrichtskonzepte zu verbessern sowie begünstigende als auch hemmende Implementationsbedingungen zu untersuchen. In einer dritten Teilstudie erfolgt die Umsetzung und Wirksamkeitsuntersuchung in Zusammenarbeit mit drei Kooperationsschulen. Das Teilprojekt an der Universität Hannover (01JR2502A) bringt insbesondere die fachliche Expertise zum Dynamischen Testen ein und übernimmt die Verbundkoordination. Das Verbundprojekt trägt insgesamt dazu bei wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse zur datengestützten Umsetzung förderbezogener Diagnostik (LVD & DT) im Kontext des Rechnenlernens in der Grundschule zur Verfügung zu stellen. Dadurch wird die Implementation und der Transfer innovativer Lehr-Lern-Angebote im Bereich der inklusiven Bildung gestärkt.