SFB TRR 425: Desmosomale Dysfunktion epithelialer Barrieren (DEFINE)

Grunddaten zu diesem Projekt

Art des ProjektesDFG-Hauptprojekt koordiniert außerhalb der Universität Münster
Laufzeit an der Universität Münster01.04.2026 - 31.12.2029

Beschreibung

Desmosomen sind adhäsive Zell-Zell-Verbindungen, die komplexe Epithelstrukturen steuern. Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass eine desmosomale Funktionsstörung zum Verlust der epithelialen Barrierefunktion führt und für die Entstehung und/oder Aufrechterhaltung entzündlicher Erkrankungen menschlicher Epithelorgane von zentraler Bedeutung ist. Der Schwerpunkt des TRR 425 „Desmosomale Dysfunktion in Epithelbarrieren“ (DEFINE) liegt auf drei menschlichen Modellerkrankungen desmosomaler Dysfunktion, Pemphigus vulgaris (PV), entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) und eosinophiler Ösophagitis (EOE). PV wird durch Autoantikörper gegen Desmosomen verursacht und äußert sich in schwerer Blasenbildung an Haut und Schleimhäuten, einem hohen Infektionsrisiko und erhöhtem Körperkatabolismus. Auch IBD und EOE sind durch einen Verlust der Barrierefunktion der intestinalen Schleimhaut gekennzeichnet und werden bei einem Teil der Patienten mit desmosomaler Dysfunktion in Verbindung gebracht. In diesem Konsortium bündeln Grundlagenforscher der Zellbiologie und Immunologie mit Schwerpunkt auf Desmosomen in der epithelialen Homöostase ihre Kräfte mit klinisch tätigen Wissenschaftlern, die sich mit Erkrankungen der Haut und des Verdauungstrakts befassen. Dies wird Forschung auf einer wesentlich komplexeren Ebene ermöglichen. Die Konzentration auf die normale und gestörte desmosomale Funktion der wichtigsten Epithelorgane ist ein neuartiger Weg, um die Komplexität desmosomaler Funktionen zu verstehen. Wir werden zunächst die Folgen desmosomaler Beeinträchtigungen für die Krankheitsentstehung untersuchen. Dies wird zu einem umfassenden Verständnis desmosomaler Funktionen bei der epithelialen Homöostase durch die Regulation von Barriere, zellulärer Signalgebung, Geweberegeneration und Wundheilung führen. Mehrere Mitglieder dieses Konsortiums haben eine gemeinsame Geschichte in der Desmosomenforschung durch die Teilnahme an der FOR 2497 „Pemphigus – von der Pathogenese zur Therapie“ und dem SPP 1782 „Epitheliale interzelluläre Verbindungen als dynamische Knotenpunkte zur Integration von Kräften, Signalen und Zellverhalten“. Zunächst zielen wir darauf ab, zelltypspezifische und häufige pathophysiologische Merkmale der desmosomalen Dysfunktion zu identifizieren, die unterschiedliche Entzündungssignaturen und klinische Pathologien in Haut und Verdauungstrakt induzieren. DEFINE wird mechanistische Zusammenhänge zwischen desmosomalen Defekten und der Pathogenese von Erkrankungen im Verdauungstrakt aufzeigen. Um die Forschung in diesem sich entwickelnden Bereich zu fördern, werden wir große Anstrengungen unternehmen, eine neue Generation von Nachwuchswissenschaftlern zwischen Grundlagenforschung und translationaler Forschung auszubilden. Der TRR 425 DEFINE wird die Lücke zwischen unserem begrenzten Verständnis der grundlegenden Funktionen von Desmosomen im Gesundheitszustand und den Auswirkungen desmosomaler Dysfunktion auf menschliche Krankheiten schließen.

StichwörterDesmosomen; Zell-Zell-Verbindungen; Zellbiologie; Epithel
Webseite des Projektshttps://www.uni-marburg.de/en/trr425
DFG-Gepris-IDhttps://gepris.dfg.de/gepris/projekt/547068789
FörderkennzeichenTRR 425/1 | DFG-Projektnummer: 547068789
Mittelgeber / Förderformat
  • DFG - Sonderforschungsbereich (SFB)

Projektbeteiligte Organisationen außerhalb der Universität Münster

  • Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH)Deutschland
  • Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)Deutschland
  • Julius-Maximilians Universität Würzburg (JMU)Deutschland
  • Philipps-Universität MarburgDeutschland
  • Universität zu Lübeck (UzL)Deutschland
  • Universität zu Köln (UzK)Deutschland

Koordinierende Organisationen außerhalb der Universität Münster

  • Philipps-Universität MarburgDeutschland

Zugehörige Teilprojekte der Universität Münster

Laufzeit: 01.04.2026 - 31.12.2029 | 1. Förderperiode
Gefördert durch: DFG - Sonderforschungsbereich
Art des Projekts: Teilprojekt in DFG-Verbund koordiniert außerhalb der Universität Münster