Politischer Aktivismus und Mitbestimmung von Athletinnen im Spitzensport: Problemlagen, Aktionsformen, Unterstützungspotenziale

Grunddaten zu diesem Projekt

Art des ProjektesGefördertes Einzelprojekt
Laufzeit01.06.2024 - 30.06.2026

Beschreibung

Spitzensportlerinnen haben sich in den letzten Jahren verstärkt in sportpolitische Debatten zu unterschiedlichen Themen durch die Formulierung eigener Standpunkte, Forderungen und Aktionen eingemischt. Dazu zählen Forderungen nach gleicher Bezahlung wie im Männersport oder Proteste gegen sexistische Bekleidungsnormen in einzelnen Sportarten, wie z.B. im Beachhandball oder Gerätturnen. Hinzu kommen zahlreiche gesellschaftspolitische Positionierungen z.B. gegen Rassismus oder die Diskriminierung von sexuellen Minderheiten, so dass bereits eine neue Ära des politischen Aktivismus im Sport postuliert wird. Das Forschungsvorhaben rückt in diesem Kontext zwei Fragen in den Mittelpunkt: 1) Auf welche sportpolitischen und geschlechtsbezogenen Problemlagen machen Sportlerinnen aufmerksam und in welchen (Protest-)Formaten und diskursiven Rahmungen tun sie dies? 2) In welchem Maße finden die angesprochenen Themen in der deutschen Bevölkerung im Allgemeinen und im Sportpublikum im Besonderen öffentliche Akzeptanz und Unterstützung? Das Vorhaben setzt methodisch zuerst eine systematische Inhaltsanalyse ein, um relevante Themen, (Protest-)Formate und ihre diskursiven Rahmungen zu analysieren und möchte anschließend mittels eines bevölkerungsrepräsentativen Online-Surveys untersuchen, in welchem Ausmaß bestimmte Forderungen und Aktionen öffentlich unterstützt werden. Dabei wird es wesentlich auch darum gehen zu zeigen, welche (Protest-)Formate und diskursiven Rahmungen eines politischen Anliegens in der Bevölkerung auf Resonanz stoßen und damit erfolgversprechend sind. Neben wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnen erbringt das Vorhaben steuerungsrelevantes Wissen für Sportorganisationen und Athletinnen, die entscheiden müssen, inwieweit sie den Sport als Bühne für politischen Aktivismus nutzen möchten und welche Vor- und Nachteile sich aus politischen Äußerungen und Forderungen für sie ergeben können.

StichwörterAkzeptanz; Chancengleichheit; Differenzierung, geschlechtsspezifische; Diskriminierung; Einflussnahme, politische; Frau; Frauensport; Gesellschaftspolitik; Gleichberechtigung; Hochleistungssport; Leistungssport; Mitbestimmung; Publikum; Rassismus; Sexismus; Sportpolitik; Sportsoziologie; System, politisches; Öffentlichkeit
FörderkennzeichenZMl4-070901/24-26
Mittelgeber / Förderformat
  • Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)

Projektleitung der Universität Münster

Meier, Henk Erik

Antragsteller*innen der Universität Münster

Meier, Henk Erik

Wissenschaftliche Projektmitarbeiter*innen der Universität Münster

Konjer, Mara Verena

Projektbeteiligte Organisationen außerhalb der Universität Münster

  • Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU)Deutschland