Rita-Süssmuth-Forschungspreis 2026 in der Kategorie: Forschung plus
Grunddaten zur Preisverleihung
Art des Preises: Forschungspreis oder andere Auszeichnung
Verliehen von: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW)
Verliehen an: Krause, Ulrike
Bekannt gegeben am: 22.06.2026
Verleihung erfolgte am: 22.06.2026
Höhe des Preisgeldes: 70000 EUR
Über die Preisverleihung
Prof. Dr. Ulrike Krause von der Universität Münster erhält die Auszeichnung in der Kategorie „Forschung plus“. Sie widmet sich in ihrer Arbeit seit über 15 Jahren der Bedeutung von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen im Kontext von Flucht, Konflikt, Gewalt und humanitärer Politik. Sie untersucht beispielsweise, wie die globale Schutzpolitik für Geflüchtete ausgestaltet ist und wen sie ein- oder ausschließen. Sie fragt auch danach, welche Gefahren Frauen und queere Menschen auf der Flucht erleben, und wie sie trotz vieler Einschränkungen Handlungsspielräume nutzen.
Preisträger*innen der Universität Münster
Über den Preis
Mit dem Rita Süssmuth-Forschungspreis würdigt und unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher Disziplinen, deren Arbeit mit Geschlechterbezug einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis des jeweiligen Fachgebietes oder gesellschaftlicher Zusammenhänge geleistet hat. Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben. In der Kategorie „Forschung plus“ wird der Preis an eine Forschungspersönlichkeit vergeben, die eine Professur an einer nordrhein-westfälischen Hochschule innehat bzw. dort nach einer Habilitation tätig ist. In der Kategorie „Impulse“ richtet sich die Ausschreibung an promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einer Hochschule in NRW. Die Preisgelder sollen zur Fortsetzung der Forschungsarbeit eingesetzt werden und sind auch dafür bestimmt, wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern. Der Preis verknüpft somit die Förderung innovativer Forschung mit der Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Der Rita Süssmuth-Forschungspreis des Landes Nordrhein-Westfalen wird im Turnus von zwei Jahren durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft und als Nachfolge des „Genderforschungspreises“ verliehen. Das Wirken der Namensgeberin charakterisiert sich unter anderem dadurch, dass sie ihre unterschiedlichen beruflichen Stationen in Wissenschaft und Politik mit einem großen Engagement für die Rechte von Frauen verbunden hat. So leitete die Erziehungswissenschaftlerin und Bundesministerin a. D. sowie langjährige Präsidentin des Deutschen Bundestags zwischen 1982 und 1985 das Forschungsinstitut „Frau und Gesellschaft“ in Hannover.
Art des Preises: Preis für hervorragende Forschung
Zeitraum der Vergabe: seit 2021