Forschungspreis  2025

Grunddaten zur Preisverleihung

Art des Preises: Forschungspreis oder andere Auszeichnung
Verliehen von: Deutsche Wildtier Stiftung
Verliehen an: Fernandez, Ahana Aurora
Bekannt gegeben am: 13.01.2026
Verleihung erfolgte am: 13.01.2026
Höhe des Preisgeldes: 50000 EUR

Über die Preisverleihung

Ahana Fernandez untersucht Kommunikation von geschützten einheimischen Fledermäusen Sie koordinieren nächtliche Beutezüge, tauschen sich über sichere Schlafplätze aus und versuchen, das jeweils andere Geschlecht mit ihren Gesängen zu beeindrucken: Fledermäuse führen ein komplexes Sozialleben – und das vor allem über ihre Stimme. Wie gelingt ihnen das? Sind die Lautäußerungen angeboren oder erlernt, und verändern sie sich im Laufe des Lebens? Das möchte die Verhaltensbiologin Dr. Ahana Aurora Fernandez von der Universität Münster herausfinden. Für ihre Projektidee mit dem Titel „Von der Geburt bis zur Balz: Eine akustische Reise durch das Leben von Hufeisennasen“ hat die „Deutsche Wildtier Stiftung“ sie mit dem mit 50.000 Euro dotierten Forschungspreis ausgezeichnet. Ahana Fernandez leitet eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Neuro- und Verhaltensbiologie. Ihre Forschungsobjekte sind bisher die neotropische Große Sackflügelfledermaus und das einheimische Große Mausohr, eine streng geschützte Fledermausart, die in Europa weit verbreitet ist und auf der Roten Liste der Säugetiere als „nicht gefährdet“ geführt wird. Mit dem Preisgeld will sie ihre Untersuchungen nun auf die Familie der Hufeisennasen ausweiten. Sowohl die Kleine als auch die Große Hufeisennase stehen in Deutschland unter besonderem Schutz: Die Kleine Hufeisennase wird als „stark gefährdet“ eingestuft, die Große Hufeisennase gilt als „vom Aussterben bedroht“. Für ihre Arbeit, die auch für den Artenschutz wertvoll ist, kooperiert Ahana Fernandez mit dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV). In zwei Gebäuden des LBV bringen die Fledermäuse ihre Jungtiere zur Welt. Keller und Dachgewölbe der Quartiere sind mit Videosystemen ausgestattet, die Einblicke in diese sogenannten Wochenstuben ermöglichen. Mithilfe von Ultraschallmikrofonen an den Kameras hofft die Biologin nun mehr über die Kommunikation der Hufeisennasen zu erfahren.
Ort der Verleihung: Berlin
Link zur Pressemitteilung der Universität Münster: https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=15195

Über den Preis

Wie können wirksame Schutzmaßnahmen für bedrohte Arten aussehen? Welche Auswirkungen hat das sich wandelnde Klima für einzelne Arten? Wie gehen Wildtiere mit Gefahren, bedingt durch den Menschen, um? Sind neu auftretende Krankheiten Grund zur Sorge bei Mensch und Wildtier? Diese und andere Fragen bleiben oft unbeantwortet, denn in der heimischen Forschungslandschaft stehen andere Themen im Fokus. Alle zwei Jahre vergibt die Deutsche Wildtier Stiftung daher den mit bis zu 50.000 Euro dotierten Forschungspreis. Bereits seit 1997 fördert die Stiftung so die Arbeit herausragender Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen. Über die Vergabe entscheidet eine von der Deutschen Wildtier Stiftung unabhängige Jury renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.
Art des Preises: Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs
Webseite des Preises oder Verleihers: https://www.deutschewildtierstiftung.de/naturbildung/forschungspreis
Zeitraum der Vergabe: seit 1997